Den sind wir auf unserem Querweg von Freiburg nach Konstanz auch immer gelaufen und ich dachte noch, was ist der E1-Fernwanderweg. Nun denne:
Der Europäische Fernwanderweg E1 ist Teil des europäischen Wanderwegnetzes und verläuft vom Nordkap derzeit durchgehend bis ins Dorf Fortino im Süden Italiens. Ein weiterer, noch nicht mit dem Hauptweg verbundener Streckenabschnitt besteht auf Sizilien und führt zum südlichen Ende des E1, dem Capo Passero. Die Gesamtlänge beträgt 7114Kilometer.[1]
Details
Mit der Verlängerung zum Nordkap im Sommer 2013 kamen 2.000 Kilometer an vorwiegend bereits vorhandenen Wanderwegen hinzu. Nur die letzten 350 Kilometer zwischen dem nordnorwegischen Kautokeino und dem Nordkap wurden ganz neu als Wanderweg ausgewiesen und markiert. Hütten sind auf dieser Strecke nur teilweise vorhanden, so dass sich dieser nördlichste Abschnitt am besten als Zelt- und Rucksacktour bewältigen lässt.
Die Markierung des E1 ist nicht einheitlich. Bis auf den deutschen Abschnitt werden überwiegend die landestypischen Markierungen von Fern- oder Bergwanderwegen genutzt. In Deutschland dient in weiten Teilen das weiße Andreaskreuz auf schwarzem Grund als Markierung. Zwischen Frankfurt und Pforzheim wurde diese ersetzt durch das grüne Andreaskreuz auf weißem Grund, dort entspricht er dem Hauptwanderweg 11 des Odenwaldklubs. Im Schwarzwald kommen die Markierungen der lokalen Wanderwege zur Anwendung. Die angestrebte einheitliche Markierung auf Basis der Europaflagge (von gelben Sternen gesäumtes E1 auf blauem Grund) wird nur in wenigen Regionen (teils ergänzend) genutzt.[2]
Verlauf
Startstein am NordkapDer E1 am Hans-Leip-Ufer in Klein FlottbekKreuzung Fernwanderwege E1/E8Die Strecke des E1 in Deutschland
Skandinavische Halbinsel
Der Start erfolgt in der Finn- und Nordmark und folgt ab Kautokeino größtenteils dem Nordkalottleden. Die durchgehende Markierung setzt nach Durchquerung des Nordkaptunnels ein. Weiter geht es in die schwedischen Naturparks. Hier ist er nicht eigenständig gekennzeichnet, sondern verläuft entlang lokaler Wege. Von Norden: Kungsleden, Vasaloppsleden, Siljansleden, Lokalaleden, Sméleden, Bergslagsleden, Västra Vätterleden, Redvägsleden, Sjuhäradsleden, Knalleleden, Vildmarksleden, Bohusleden, Hallandsleden. Die Längen variieren zwischen 20 und 280km. Ausbau und Kartenmaterial sind ebenso unterschiedlich.
Offiziell überquert der E1 das Kattegat über die Fährverbindung von Halmstad nach Grenaa. Da allerdings der Hafen von Halmstad das Übersetzen von Fußgängern nicht erlaubt, empfiehlt die Europäische Wandervereinigung, bereits von Göteborg aus mit der Fähre nach Dänemark (Frederikshavn) überzusetzen.[3]
Dänemark
In Grenaa bzw. Frederikshavn setzt sich der Weg auf dem jütischen Festland Dänemarks fort. Von Grenaa führt der offizielle Weg über Aarhus etwa westwärts bis Silkeborg, um sich anschließend gemeinsam mit dem Ochsenweg südwärts nach Pattburg zu wenden. Nach etwa 375km durch Dänemark wird die deutsche Grenze bei Krusau und Flensburg überschritten.[4] Auf dem Alternativweg ab Frederikshavn wird der Ochsenweg auf seinen kompletten etwa 484km begangen.[5]
Deutschland
In Mitteleuropa wird der Weg mit Flensburg – Genua, in Deutschland bisweilen auch (nicht ganz korrekt) Nordsee – Bodensee bezeichnet.
Nach ca. 1.900Kilometern innerhalb Deutschlands wird die EU für eine ca. 310km lange Strecke durch die Schweiz in Konstanz verlassen.
Schweiz
In der Schweiz geht es auf dem Schwabenweg durch den Thurgau auf das Hörnli und von dort weiter über Rapperswil nach Einsiedeln. Über die Haggenegg erreicht man den Vierwaldstättersee. Von dort sind der Gotthardpass und das Tessin weitere Stationen auf dem Weg nach Italien. Als Besonderheit bleibt für den Weg in der Schweiz zu vermerken, dass hier eine besondere Markierung des E1 unterbleibt. Die Strecke wird jedoch in Wegbeschreibung und durch das ausgezeichnete System der Wanderwegkennzeichnung der Schweizer Wanderverbände sicher bis nach Italien geführt. Nach ca. 310km endet der Schweizer Abschnitt südlich in Morcote.[6]
Italien
Durch die Poebene und den Ligurischen Apennin geht es in die Nähe von Genua, und von dort über den Apennin bis nach Fortino. Hier endet vorläufig die durchgehende Kennzeichnung des Weges.
Für die Zukunft ist die Weiterführung des E1 über den Apennin nach Süditalien mit Ende am Capo Passero auf Sizilien geplant.[7] Auf Sizilien sind bereits 120 km ausgeschildert, weitere 140 km sollen folgen.
Literatur
Martin Marktl, Astrid Christ: Fernwanderweg E1 Deutschland Nord. Wanderführer, Bergverlag Rother, ISBN 978-3-7633-4551-9
Martin Marktl, Astrid Christ: Fernwanderweg E1 Deutschland Süd. Wanderführer, Bergverlag Rother, ISBN 978-3-7633-4570-0
Arthur Krause: Europäischer Fernwanderweg E1. Kompass-Kt.-GmbH, Rum/Innsbruck 2007, ISBN 978-3-85491-707-6. (Kompass-Wanderführer)
Michael Turzynski: Auf dem E1 von Göteborg über Flensburg nach Genua. Book on Demand, Norderstedt 2007, ISBN 978-3-83349-275-4.
Den sind wir auf unserem Querweg von Freiburg nach Konstanz auch immer gelaufen und ich dachte noch, was ist der E1-Fernwanderweg. Nun denne:
Der Europäische Fernwanderweg E1 ist Teil des europäischen Wanderwegnetzes und verläuft vom Nordkap derzeit durchgehend bis ins Dorf Fortino im Süden Italiens. Ein weiterer, noch nicht mit dem Hauptweg verbundener Streckenabschnitt besteht auf Sizilien und führt zum südlichen Ende des E1, dem Capo Passero. Die Gesamtlänge beträgt 7114Kilometer.[1]
Details
Mit der Verlängerung zum Nordkap im Sommer 2013 kamen 2.000 Kilometer an vorwiegend bereits vorhandenen Wanderwegen hinzu. Nur die letzten 350 Kilometer zwischen dem nordnorwegischen Kautokeino und dem Nordkap wurden ganz neu als Wanderweg ausgewiesen und markiert. Hütten sind auf dieser Strecke nur teilweise vorhanden, so dass sich dieser nördlichste Abschnitt am besten als Zelt- und Rucksacktour bewältigen lässt.
Die Markierung des E1 ist nicht einheitlich. Bis auf den deutschen Abschnitt werden überwiegend die landestypischen Markierungen von Fern- oder Bergwanderwegen genutzt. In Deutschland dient in weiten Teilen das weiße Andreaskreuz auf schwarzem Grund als Markierung. Zwischen Frankfurt und Pforzheim wurde diese ersetzt durch das grüne Andreaskreuz auf weißem Grund, dort entspricht er dem Hauptwanderweg 11 des Odenwaldklubs. Im Schwarzwald kommen die Markierungen der lokalen Wanderwege zur Anwendung. Die angestrebte einheitliche Markierung auf Basis der Europaflagge (von gelben Sternen gesäumtes E1 auf blauem Grund) wird nur in wenigen Regionen (teils ergänzend) genutzt.[2]
Verlauf
Startstein am NordkapDer E1 am Hans-Leip-Ufer in Klein FlottbekKreuzung Fernwanderwege E1/E8Die Strecke des E1 in Deutschland
Skandinavische Halbinsel
Der Start erfolgt in der Finn- und Nordmark und folgt ab Kautokeino größtenteils dem Nordkalottleden. Die durchgehende Markierung setzt nach Durchquerung des Nordkaptunnels ein. Weiter geht es in die schwedischen Naturparks. Hier ist er nicht eigenständig gekennzeichnet, sondern verläuft entlang lokaler Wege. Von Norden: Kungsleden, Vasaloppsleden, Siljansleden, Lokalaleden, Sméleden, Bergslagsleden, Västra Vätterleden, Redvägsleden, Sjuhäradsleden, Knalleleden, Vildmarksleden, Bohusleden, Hallandsleden. Die Längen variieren zwischen 20 und 280km. Ausbau und Kartenmaterial sind ebenso unterschiedlich.
Offiziell überquert der E1 das Kattegat über die Fährverbindung von Halmstad nach Grenaa. Da allerdings der Hafen von Halmstad das Übersetzen von Fußgängern nicht erlaubt, empfiehlt die Europäische Wandervereinigung, bereits von Göteborg aus mit der Fähre nach Dänemark (Frederikshavn) überzusetzen.[3]
Dänemark
In Grenaa bzw. Frederikshavn setzt sich der Weg auf dem jütischen Festland Dänemarks fort. Von Grenaa führt der offizielle Weg über Aarhus etwa westwärts bis Silkeborg, um sich anschließend gemeinsam mit dem Ochsenweg südwärts nach Pattburg zu wenden. Nach etwa 375km durch Dänemark wird die deutsche Grenze bei Krusau und Flensburg überschritten.[4] Auf dem Alternativweg ab Frederikshavn wird der Ochsenweg auf seinen kompletten etwa 484km begangen.[5]
Deutschland
In Mitteleuropa wird der Weg mit Flensburg – Genua, in Deutschland bisweilen auch (nicht ganz korrekt) Nordsee – Bodensee bezeichnet.
Nach ca. 1.900Kilometern innerhalb Deutschlands wird die EU für eine ca. 310km lange Strecke durch die Schweiz in Konstanz verlassen.
Schweiz
In der Schweiz geht es auf dem Schwabenweg durch den Thurgau auf das Hörnli und von dort weiter über Rapperswil nach Einsiedeln. Über die Haggenegg erreicht man den Vierwaldstättersee. Von dort sind der Gotthardpass und das Tessin weitere Stationen auf dem Weg nach Italien. Als Besonderheit bleibt für den Weg in der Schweiz zu vermerken, dass hier eine besondere Markierung des E1 unterbleibt. Die Strecke wird jedoch in Wegbeschreibung und durch das ausgezeichnete System der Wanderwegkennzeichnung der Schweizer Wanderverbände sicher bis nach Italien geführt. Nach ca. 310km endet der Schweizer Abschnitt südlich in Morcote.[6]
Italien
Durch die Poebene und den Ligurischen Apennin geht es in die Nähe von Genua, und von dort über den Apennin bis nach Fortino. Hier endet vorläufig die durchgehende Kennzeichnung des Weges.
Für die Zukunft ist die Weiterführung des E1 über den Apennin nach Süditalien mit Ende am Capo Passero auf Sizilien geplant.[7] Auf Sizilien sind bereits 120 km ausgeschildert, weitere 140 km sollen folgen.
Literatur
Martin Marktl, Astrid Christ: Fernwanderweg E1 Deutschland Nord. Wanderführer, Bergverlag Rother, ISBN 978-3-7633-4551-9
Martin Marktl, Astrid Christ: Fernwanderweg E1 Deutschland Süd. Wanderführer, Bergverlag Rother, ISBN 978-3-7633-4570-0
Arthur Krause: Europäischer Fernwanderweg E1. Kompass-Kt.-GmbH, Rum/Innsbruck 2007, ISBN 978-3-85491-707-6. (Kompass-Wanderführer)
Michael Turzynski: Auf dem E1 von Göteborg über Flensburg nach Genua. Book on Demand, Norderstedt 2007, ISBN 978-3-83349-275-4.